Zum Inhalt springen
Canary Days
Besonderes Naturreservat Naturreservat Sanddünen Strand

Dünen von Maspalomas

Gran Canaria
Route
Dünen von Maspalomas
Dünen von Maspalomas
Dünen von Maspalomas

Ein geschütztes Wanderdünenfeld mit Lagune und Palmenhain auf rund 404 ha an der Südspitze Gran Canarias, zwischen Playa del Inglés und dem Leuchtturm von Maspalomas. Betreten ist nur auf markierten Wegen erlaubt.

Die Dünen von Maspalomas sind ein Reserva Natural Especial von rund 404 ha in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana an der Südspitze von Gran Canaria. Seit 1987 geschützt, vereinen sie ein Wanderdünenfeld, die brackige Lagune Charca de Maspalomas und einen Palmenhain zwischen Playa del Inglés und Meloneras. Der Eintritt ist frei, betreten werden dürfen aber nur die markierten öffentlichen Wege.

Was wird hier geschützt – und warum?

Das Reservat schützt drei zusammenhängende Lebensräume. In den Dünen wachsen spezialisierte Pflanzen, die den Sand festhalten. Die Charca am Westende neben dem Leuchtturm ist ein Feuchtgebiet für Zug- und Standvögel. Im angrenzenden Palmenhain lebt die Gran-Canaria-Rieseneidechse. Weil die Dünen mitten in einem Urlaubsgebiet mit Tausenden Besuchern täglich liegen, sind Trittschäden, wilde Pfade und Müll die größten Belastungen.

Wo darf man in den Dünen gehen?

Der Managementplan sieht ein Netz von etwa 8 km öffentlicher Wege vor, markiert mit Holzpfosten. Alles außerhalb ist gesperrt, auch die beliebten Dünenkämme für Fotos. Umweltagenten und Ortspolizei kontrollieren; 2023 meldete das Cabildo 120 Bußgelder in sieben Monaten, vor allem wegen Betretens oder Campens in Sperrzonen. 2026 ergänzte das Cabildo Drohnen, Kameras, Sensoren und neue Schilder, nachdem die meisten Verstöße bei Sonnenuntergang festgestellt wurden.

Ist das auch ein Strand?

Ja. Zum Meer hin liegt die Playa de Maspalomas, ein langer Sandstrand, der nach Osten in die Playa del Inglés übergeht. Das Meer an der Südküste ist meist ruhiger als im Norden der Insel, Flaggen und Anweisungen der Rettungsschwimmer gelten trotzdem.

Wann ist die beste Zeit?

Früh am Morgen ist es kühler, und das flache Licht zeichnet die Rippelmuster am schönsten. Mittags strahlt der Sand Hitze ab, Schatten gibt es im Reservat nicht: Wasser, Kopfbedeckung und hitzefeste Schuhe mitnehmen. Der Passatwind am Nachmittag treibt Sand über die Kämme. Der späte Nachmittag ist wegen des Lichts beliebt – gerade dann aber auf den Wegen bleiben, denn dann werden die meisten Verstöße registriert. Der Wetter-Ratgeber nach Monaten erklärt Jahreszeiten und Calima-Tage.

Wie passen die Dünen in eine Gran-Canaria-Reise?

Die Dünen liegen auf Meereshöhe, unterhalb des Gipfellands um den Roque Nublo – ein klassischer Kontrast an einem Tag. In der Hauptstadt rundet die Altstadt Vegueta das Bild der Insel ab. Wer Dünenlandschaften im Archipel vergleicht: Die Dünen von Corralejo auf Fuerteventura sind größer und deutlich weniger bebaut.

Nicht verpassen

Das Dünenfeld Wanderdünen mit rund 8 km markierten öffentlichen Wegen.
Charca de Maspalomas Die Brackwasserlagune am Leuchtturm, Rastplatz für Vögel.
Playa de Maspalomas Der lange Strand an der Meerseite, verbunden mit Playa del Inglés.

Gut zu wissen

  • Auf den markierten Wegen bleiben. Gehen oder Campen abseits wird geahndet; Streifen, Drohnen und Kameras überwachen das Gebiet.
  • Wasser und Sonnenschutz mitnehmen. Im Reservat gibt es keinen Schatten, mittags wird der Sand sehr heiß.
  • Früh kommen für Licht und Ruhe. Morgens ist es kühler und windstiller; nachmittags weht der Passat Sand über die Kämme.

Anreise

Das Reservat liegt zwischen Playa del Inglés und Meloneras und ist über die Autobahn GC-1 von Las Palmas und vom Flughafen erreichbar, dann über die Straßen der Urlaubsorte. Zu Fuß geht es von Playa del Inglés oder vom Faro de Maspalomas hinein. Global-Busse zum Faro de Maspalomas sind u. a. die Linien 30 (direkt ab Las Palmas Santa Catalina), 50 (Las Palmas) und 66 (direkt ab Flughafen); Fahrzeiten auf guaguasglobal.com.

Orte in der Nähe

Alle Orte auf Gran Canaria