Hotels
El Hierro
Die kleinste und westlichste der sieben Hauptinseln, El Hierro (269 km², rund 12.000 Einwohner), ist UNESCO-Biosphärenreservat und Geopark – bekannt für Tauchen bei La Restinga, Naturschwimmbecken, Wacholderhochland und ein Wind-Wasser-Kraftwerk.
- Biosphärenreservat
- Ganze Insel (2000)
- UNESCO-Geopark
- El Hierro (2014)
- Letzter Ausbruch
- Tagoro, unterseeisch, 2011–2012
- Westlichster Punkt Spaniens
- Punta de la Orchilla
- Flughafen
- El Hierro (VDE)
El Hierro ist mit 269 km² die kleinste der sieben Hauptinseln der Kanaren und mit 12.040 Einwohnern (1. Januar 2025) die am dünnsten besiedelte. Sie ist auch die westlichste: Die Punta de la Orchilla ist der westlichste Punkt Spaniens. Am Malpaso erreicht sie 1.501 m. Gründe für eine Reise: Tauchen und Schnorcheln in klarem, ruhigem Wasser vor La Restinga, vulkanische Küsten mit Naturschwimmbecken, Wanderungen durch Kiefern- und Wacholderwälder im Hochland und ein gemächlicherer Rhythmus als irgendwo sonst im Archipel.
Was macht El Hierro besonders?
El Hierro ist seit 2000 UNESCO-Biosphärenreservat und seit 2014 UNESCO-Geopark, jeweils die ganze Insel. Die Landschaft ist jung und vulkanisch: Im Oktober 2011 begann wenige Kilometer vor der Südspitze bei La Restinga ein unterseeischer Ausbruch, der einen neuen Unterwasservulkan aufbaute, heute Tagoro genannt; die Bewohner von La Restinga wurden vorübergehend evakuiert, im März 2012 endete die Eruption. Historisch markierte die Insel den Rand der bekannten Welt: Ptolemäus legte den Nullmeridian auf die Kanaren, und der „Ferro-Meridian“ durch El Hierro diente auf vielen Karten als Bezug, bis ihn ab 1884 Greenwich ablöste.
Bekannt ist die Insel auch für ihr Energieprojekt. Gorona del Viento, ein Windpark kombiniert mit einem Pumpspeicherkraftwerk, ging 2014 in Betrieb und liefert heute rund die Hälfte des Inselstroms; den Rest decken weiterhin fossile Generatoren.
Was sollte man gesehen haben?
- El Golfo: ein riesiges halbkreisförmiges Tal an der Nordwestküste, Überrest eines gewaltigen Bergsturzes, eingerahmt von über 1.000 m hohen Felswänden. Aussichtspunkte am Rand wie der Mirador de la Peña überblicken das ganze Tal.
- Charco Azul: ein Naturbecken im Lavagestein an der Küste von El Golfo, durch einen Felsbogen vom offenen Meer geschützt. Nur bei ruhiger See baden; bei Dünung können Wellen in Küstenbecken schlagen.
- El Sabinar: ein Hochlandgebiet im Westen, wo der Wind die Kanarischen Wacholder (Sabinas) fast waagerecht gebogen hat; die Sabina ist seit 1991 offizielles Natursymbol der Insel.
- La Restinga: das Fischerdorf im Süden und Ausgangspunkt für Tauchen bei La Restinga in den geschützten Gewässern des Mar de las Calmas, eines Meeresschutzgebiets.
Ist El Hierro eine Badeinsel?
Nicht im üblichen Sinn. Sandstrände gibt es kaum; gebadet wird vor allem in Naturbecken und kleinen Buchten mit Leitern und Plattformen wie Charco Azul, La Maceta oder Tamaduste. Bei ruhiger See wunderschön, bei Dünung gefährlich – Bedingungen und lokale Warnungen prüfen. Der Süden um La Restinga ist meist ruhiger.
Wie bewegt man sich auf El Hierro?
Ein Auto ist die praktische Wahl. Die Straßen sind steil und kurvig, und die Insel wirkt auf der Karte kleiner, als sie sich beim Fahren anfühlt: Von Valverde nach La Restinga oder El Golfo braucht man länger, als die Entfernungen vermuten lassen. Busse verbinden die Hauptorte, aber selten. Nebel und tiefe Wolken sind auf den Hochlandstraßen häufig, besonders im Winter – vorsichtig fahren und Zeit einplanen.
Wie viele Tage braucht man?
Weil Fähren und Flüge begrenzt und die Straßen langsam sind, lohnen sich auf El Hierro längere Aufenthalte. Drei bis vier Tage reichen für einen Tag El Golfo mit seinen Becken, einen für das westliche Hochland (El Sabinar und das Gebiet um den Leuchtturm Orchilla), einen für La Restinga und das Meer sowie einen Reservetag fürs Wetter. Taucher planen meist eine Woche.
Für wen ist El Hierro?
Für Taucher und Schnorchler, Wanderer und Reisende, die ruhige, ländliche Unterkünfte und kaum Massentourismus suchen. Nachtleben oder große Resorts gibt es nicht, und das Angebot ist begrenzter, vor allem außerhalb von Valverde und Frontera. Viele verbinden die Insel mit La Gomera oder La Palma zu einer Westinsel-Reise ab Teneriffa.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die Küste ist ganzjährig mild. Ruhige See zum Tauchen gibt es am häufigsten vom Spätsommer bis in den Herbst; das Hochland ist im Winter kühler und oft neblig. Fähren und kleine Flugzeuge können von starkem Wind oder Dünung betroffen sein – bei knappen Reiseplänen, besonders mit Anschluss an internationale Flüge, einen Puffertag einplanen.
Wetter diese Woche
Alle Inseln →Vorhersage für La Restinga
Wo übernachten auf El Hierro
Wählen Sie zuerst die Gegend – sie prägt die ganze Reise.
Hotels
Top-Aktivitäten
Alle ansehen →
Tauchen in La Restinga
La Restinga · El Pinar · Mar de las Calmas · El Hierro Halber Tag (1–2 Tauchgänge)Sehenswertes
Alle ansehen →Anreise
Flughäfen: VDE
Mit dem Flugzeug: Der Flughafen El Hierro (VDE) liegt an der Ostküste bei Valverde, mit Inter-Insel-Flügen vor allem nach Teneriffa und Gran Canaria.
Mit der Fähre: Schiffe legen im Hafen La Estaca bei Valverde an. Fred. Olsen Express bietet Los Cristianos (Teneriffa)–El Hierro (ca. 2 Std. 20 Min.) und eine Route Gran Canaria–El Hierro (ca. 3 Std. 40 Min.); auch Naviera Armas fährt El Hierro an. Die Abfahrten sind seltener als zu den größeren Inseln – aktuelle Fahrpläne prüfen.