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Canary Days

La Gomera

Eine kleine, runde Insel mit steilen Schluchten, 50 Fährminuten von Teneriffa, gekrönt vom Nationalpark Garajonay, einem Lorbeerwald und seit 1986 UNESCO-Welterbe. Heimat der Pfeifsprache Silbo Gomero, immaterielles UNESCO-Erbe, und ein klassisches Wanderziel.

La Gomera
La Gomera
UNESCO-Welterbe
Nationalpark Garajonay (1986)
Immaterielles Erbe
Silbo Gomero (2009)
Biosphärenreservat
Ganze Insel (2012)
Fähre ab Teneriffa
Ca. 50 Min. ab Los Cristianos
Flughafen
La Gomera (GMZ)
Wandern Natur Ruhe Kultur

La Gomera ist eine kompakte, fast kreisrunde Insel von 370 km² westlich von Teneriffa mit 22.442 Einwohnern (1. Januar 2025). Von einer zentralen Hochebene mit dem Garajonay (1.487 m) fallen tiefe Schluchten zum Meer ab, getrennt von scharfen Graten, Terrassenhängen und Palmenhainen. Gründe für eine Reise: einige der schönsten Wanderwege der Kanaren, ein uralter Lorbeerwald als UNESCO-Welterbe, ein gemächlicher Lebensrhythmus und eine einfache Fährverbindung vom Süden Teneriffas.

Was ist der Nationalpark Garajonay?

Der Nationalpark Garajonay wurde 1981 gegründet und 1986 in die Welterbeliste aufgenommen. Er umfasst rund 3.984 ha im Gipfelbereich der Insel und schützt eines der besterhaltenen Beispiele des Lorbeerwalds (Laurisilva), eines feuchten, immergrünen Waldes, der einst in Südeuropa verbreitet war und auf den Atlantikinseln überlebt hat. Der Passat drückt Wolken gegen den Wald; die Feuchtigkeit, die an Blättern und Moos kondensiert, hält ihn auch bei wenig Regen grün. Die ganze Insel ist zudem seit 2012 UNESCO-Biosphärenreservat.

Für Besucher heißt das: oft nasse, neblige Wege, kühle Temperaturen in der Höhe und wechselnde Sicht. Eine Wanderung durch den Lorbeerwald ist die beste Art, ihn kennenzulernen; mehrere kurze und mittlere Routen starten an den Parkplätzen und am Besucherzentrum. 18 Wanderwege durchziehen den Park, sodass sich leicht eine Route nach Länge und Schwierigkeit wählen lässt. Im August 2012 verbrannte ein Waldbrand 747 ha, rund 18 % des Parks; die Brandflächen erholen sich nur langsam – ein Grund für die strengen Brandschutzregeln; aktuelle Parkregeln vor dem Besuch prüfen.

Was ist Silbo Gomero?

Silbo Gomero ist eine gepfiffene Form des Spanischen, mit der sich die Inselbewohner traditionell über Schluchten hinweg verständigten. Die UNESCO nahm sie 2009 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf; seit 1999 ist sie Pflichtfach an den Schulen La Gomeras. Vorführungen gibt es mitunter in Kulturzentren und Restaurants; die Besucherzentren erklären, wie sie funktioniert.

Wo übernachtet man am besten?

  • Valle Gran Rey im Westen ist das wichtigste Feriengebiet: ein Terrassental, das an schwarzen Sandstränden endet, mit dem sonnigsten Wetter der Insel.
  • San Sebastián de La Gomera, Hauptstadt und Fährhafen, ist praktisch für kurze Aufenthalte. Hier ergänzte Kolumbus Vorräte und ließ Reparaturen ausführen, bevor er am 6. September 1492 zu seiner ersten Atlantiküberquerung aufbrach.
  • Playa de Santiago im Süden liegt nahe am Flughafen und an einer geschützten Bucht.
  • Hermigua und Agulo im grünen Norden passen zu Wanderern, die Dorfleben mögen; das Meer ist dort oft rau.

Wie bewegt man sich auf La Gomera?

Auf der Karte wirken die Entfernungen kurz, doch die Straßen sind steil, kurvig und langsam: Die Fahrt quer über die Insel von San Sebastián nach Valle Gran Rey dauert viel länger, als die Distanz vermuten lässt. Ein Auto ist am flexibelsten. Busse verbinden die Hauptorte, fahren aber selten – Wanderungen nach dem Fahrplan planen. Fred. Olsen betreibt außerdem Küstenboote zwischen San Sebastián, Playa de Santiago und Valle Gran Rey, eine Alternative zu den Bergstraßen.

Lohnt sich ein Tagesausflug von Teneriffa?

Möglich ist er, denn die Fähre ab Los Cristianos braucht etwa 50 Minuten, und viele machen ihn mit Mietwagen oder organisierter Tour. Doch an einem Tag bleibt nur ein kurzer Blick auf Garajonay und ein, zwei Aussichtspunkte. Mit zwei oder mehr Nächten kann man eine Schlucht erwandern, den Norden besuchen und die Insel erleben, wenn die Tagesgäste weg sind.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Küste ist ganzjährig mild, Valle Gran Rey auch im Winter warm und sonnig. Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern. Im Winter ist der Wald kühler, feuchter und öfter wolkenverhangen; im Sommer kann hohe Waldbrandgefahr zu Einschränkungen in den Bergen führen – offizielle Hinweise prüfen. Fährüberfahrten mit etwas Puffer planen, da Atlantikdünung gelegentlich Abfahrten beeinträchtigt. Zu den anderen Westinseln: La Palma und El Hierro, oder Start auf Teneriffa.

Wetter diese Woche

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Wo übernachten auf La Gomera

Wählen Sie zuerst die Gegend – sie prägt die ganze Reise.

Alle Unterkünfte auf La Gomera
Osten San Sebastián de La Gomera Hauptstadt und Fährhafen; praktisch für kurze Aufenthalte.
Westen Valle Gran Rey Wichtigstes Feriental mit schwarzen Sandstränden und dem sonnigsten Wetter.
Süden Playa de Santiago Ruhige Bucht im Süden nahe dem Flughafen.
Norden Hermigua Grünes Nordtal mit Bananenterrassen; für Wanderer, die Dorfleben mögen.
Norden Agulo Kleines Dorf über den Klippen, nahe den nördlichen Wegen von Garajonay.
Parador de La Gomera Hotels
San Sebastián de La Gomera, La Gomera

Parador de La Gomera

Parador im kanarischen Stil hoch über San Sebastián de La Gomera

Anreise

Flughäfen: GMZ

Mit dem Flugzeug: Der Flughafen La Gomera (GMZ) liegt im Süden bei Playa de Santiago, überwiegend mit Inter-Insel-Flügen.

Mit der Fähre: Die meisten kommen übers Meer. Fred. Olsen Express und Naviera Armas fahren Los Cristianos (Teneriffa)–San Sebastián de La Gomera (ca. 50 Min. mit Fred. Olsen). Fred. Olsen bietet außerdem eine Route Gran Canaria–La Gomera (ca. 2 Std. 10 Min.) und Küstenverbindungen von San Sebastián nach Playa de Santiago (ca. 30 Min.) und Valle Gran Rey (ca. 70 Min.). Aktuelle Fahrpläne bei den Reedereien prüfen.

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